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P3-3 55— 309 19384.) forts. (s. S) einförmigen Formenspieles ist eine reiche festum- rissene Typik getreten, die sowohl miniisch wie bildnerisch fiber einen ergiebigen Form- und Vor- stellungsschatz v...
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P3-3 55— 309 19384.) forts. (s. S) einförmigen Formenspieles ist eine reiche festum- rissene Typik getreten, die sowohl miniisch wie bildnerisch fiber einen ergiebigen Form- und Vor- stellungsschatz verfögt. Von ImproVitionen und Vorstufen des Bildnerischen kana hier keine Rede mehr sein. Vielmehr haben wir es mit deutlichen, stilbildenden Merkmalen, wenn auch-nicht einheit- licher, so doch ausgesprochen plastischer Art zu tun. Ein Stil, der entweder das Raumvolumen Kopfes sich voll ausweiten lässt oder das Gesicht bis aufs äusserste durchmodelliert und in Bewe- gung setzt. Unsere Masken geben daför vorzUgliche Beispiele ab. Im ersteren Fall ist der Kopf halYr , . kugelförmig ausgerundet, sodass eine glatte und geschlossene Aussenfläche entsteht, auf der-mit wenigen kräftigen Accenten die Gesichtsteile ver- merkt sind. Wie sehr hier mit einer gewissen gross zugigen Naivität, auf die Gesamtwirkung Bedacht genommen ist, zeigen die Augen, deren Pupillen nur aufgemalt sind, während die sciunalen Sehschlitze verborgen bleiben. Selbst bei miuisch stark bewegten Masken, die Ubrigens damleiche Augen- modAr wiederholen, bleiben diese 4ennzeichen er- halten. Wesentlich andere Zöge zeigt die mehr re- liefplastische Maske mit ihrer Häufung kleinteili- ger Einzelheiten. Bei dieser Art Masken wird das ganze 14sicht sozusagen wie ein nasses Tuch zer- knöllt und jede Einzelheit nochmals in sich ge- dreht, gekerbt oder durchgeknetet. Eindankbares Objekt um in der bewegung Licht und Schatten un- heimlich vielfältig spielen zu lassen.Nur wenige dieser ;sken zeigen, wie es bei den Loetschenta- ler der Fall wqr, eine gleichförmige achsiale An- ordnung. Bei den meisten öberwiegt die rundbild- nerische Bewegung, die das esicht zur Fratze ver-, zerrt und es in zwei ungleiche Hälften zerspaltet Es ist bezeichnend, dass dies bei den Schauspie- lermasken nicht der Fall ist. Die bildschnitzer, die sich solchen bildne- risch recht komplizierten Motiven gewachsen zeig- ten, können keine Bauernburschen mehr gewesen se* , die sichgelegentlich ihre Masken selbst schnitz- ten. Es utUssen schon ziinftige Schnitzer oder zum wenigsten begabte Liebhaber gewesen sein.-Das zeigt auch dieffrt, wie die *asken handwerklich geschnitten und mit vielfältigentHandwerkszeug abgearbeitet, geglättet und sorgfältig zu Ende geföhrt,sind. Auch kleine Kunstgriffe waren den • [ocr]
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