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13 , 305 Avskrift Graubunder Masken Als nächste Etappe auf unserer Reise durch die schweizer Maskengebiete erreichen wir den gro sen Kanton Graubönden. Wieder geraten wir in ein phantastisches Maskent...
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13 , 305 Avskrift Graubunder Masken Als nächste Etappe auf unserer Reise durch die schweizer Maskengebiete erreichen wir den gro sen Kanton Graubönden. Wieder geraten wir in ein phantastisches Maskentreiben. Noch ganz benonusen vom ersten Eindruck dieser spukhaften Gesellschaf die bröllt und glotzt, die Zähne fletscht, erschr ckt und verspotten, vermeinen wir verwandte Zhge mit den Loetschentaler Masken entdecken zu können. . Doch worden wir bald gewahr, wie sehr sie vonein-, ander verschieden sind und im Grunde kaum mehr miteinander genrein haben, a.4- jene allgemeine Zöge, die dem altertiblichen, im Geisterglauben wurzelnden Maskenwesen eigen sind. Wie anders und wieviel mannigfaltiger sind schon allein die Typen, die diese hudel bevöl- kern An Stelle'der männlichen Räuberfigur der Roitschegetten ein vielstimmiger Mas4enchorus von Geistern und Hexen, Teufeln und Tieren, Unholden und alten Weibern. Eine zusammengewörfelte Beer- sch4gbaar, die wie ein Gewitter fiber uns dahin- braust. Zerfetzte desichter, verzerrte Zöge, wah- re Ausgeburten einer höllischen Phantasie, die von Geisterhand getrieben und von Schmähsucht be- sessen, nirgends Ruhe findet und das Gesicht zu einem hexentanzplatz macht. Das Ganze 4t wie ein Albdruck, der sich uns beklemmend aufs klerz fegt. Es kann kein Zweifel daröber bestehen, dass diese Masken bei Begehungen und Umzögen gebraucht worden sind, denn för Theatermasken, wie sie bei Volksschauspielen getragen wurden, sind sie mi- misch viel zu bewegt,' zu exaltiert und zu sehr auf einen momentanen Ausdruck hin festgelegt.,Es fragt sich nun, was sich von den masken als dol- chen ablesen lässt, wenn wir sie fur sich selber sprechen lassen. Ihre spukhaft entstellten Zöge legen es nahe, sie mit dem magischen Bestreben/ die bösen wachstumsfeindlichen Mächte zu vertrei- ben, in Zusammenhang zu bringen und in ihnen Werk zeuge eines recht handgreiflichen Exorcismus zu sehen; in jenem Sinne etwa wie der priaitive Mens h sich selbst von den Geföhlen der bedrohlichen Dä- monenfurcht befreit, indem er sie in effigie [ocr]
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